Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?

Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich
Die ersten Nächte schlaflos verbringen
Und darauf tagelang ängstlich und kleinlich
Ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schwingen.

Dann – hoffentlich – aber laut lachen
Und endlich den lieben Gott abends leise
Bitten, doch wieder nach seiner Weise
Das neue Jahr göttlich selber zu machen.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

 

Liebe Freunde der Erzählkunst,

es ist an der Zeit Danke zu sagen für all die Freude die ihr mir im Jahr 2018 bereitet habt, danke, dass ihr meinen Geschichten gelauscht und mit mir gelacht und manchmal auch geweint habt und danke für euer Interesse an meinen Plänen für das Jahr 2019.

2019 wird ein buntes Jahr mit vielen märchenhaften Aktivitäten, die schon ganz fest in meinem Kalender stehen. Da ich aber nur die öffentlichen Veranstaltungen hier preisgebe, eine kleine Vorschau der bereits festen Termine:

März 2019               – Erzählkaffee in Aschaffenburg
Juli/August 2019  – Vorstellungen auf den Inseln Rügen und Bornholm
November 2019   – „Wortmagie & Saitenspeel“ im Aatalhaus Bad Wünnenberg mit der Renaissancegruppe Pfeifferey Saitenspeel

Ein ganz besonderes Dankeschön für euer Vertrauen an alle diejenigen, die mit mir Projekte mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im kommenden Jahr geplant haben. Ein besonderes Anliegen für das Jahr 2019 ist es mir, das Erzählen von Märchen und Geschichten zu verbreiten und in Workshops Kinder sprachlich zu fördern, Erwachsenen Grundfähigkeiten in der Kunst des Erzählens zu vermitteln und Menschen, die im Hospizdienst arbeiten, mit meinen Geschichten eine Hilfe und Stütze zu sein. Ich freue mich auf euch alle.

Damit ich diese Freude auch völlig ungetrübt an euch weitergeben kann, habe ich ein wundervolles Kochrezept für das Jahr 2019 gefunden:

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit,
Geiz, Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird das Ganze
sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit!

Katharina, Elisabeth Goethe (1731-1808, Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe)

Ich probiere es einfach mal aus und grüße euch alle ganz herzlich bis zum Wiedersehen

Eure