Über mich…

Nach Aussage meiner Mutter erblickte ich am 25.03.1954 in Mayen in der Eifel um Punkt 23:00 Uhr die Nacht der Welt. Von Licht, kann man ja um diese Uhrzeit nicht wirklich reden. Die Uhrzeit fand ich ganz okay – und so ist es auch bis heute geblieben. Der frühe Vogel ist nicht mein Gefährte, den Tag mit seiner Helligkeit und seinem geschäftigen Treiben mag ich sehr, aber wenn es dunkel wird und die Dämmerung über das Land fällt, dann erwache ich zu neuen Taten. Wäre ich ein Tier, fiele ich in die Kategorie „nachtaktiv“.

Leute unterhalten, Witze erzählen und auf der Schülerbühne stehen: „Das war meine Welt.“ Das Kind musste aber etwas Ordentliches lernen und so wurde ich Lehrerin. Nun, das ist ja wohl ordentlich genug, oder? All die Jahre meiner Lehrtätigkeit, habe ich ganze Schülergenerationen mehr oder weniger „unterhalten“ – und jetzt, da schon die ersten Schüler kommen und sagen: „Ich soll Sie von meiner Mama grüßen, die hatte auch schon bei Ihnen Unterricht.“ – da ist die Zeit für Neues gekommen.

Märchen und Geschichten haben mich mein ganzes Leben begleitet und so manche Entscheidung mit beeinflusst. Wenn aus einem Frosch ein Prinz wird, dann kann auch aus einer Lehrerin eine Geschichtenerzählerin werden! Gesagt – getan! Stunden reduziert und dann ran an die Kunst des Erzählens. Es war wirklich märchenhaft, denn der Weg war steinig und hart. Aber wie im Märchen gab es Helfer am Wegesrand, das waren nicht der schlaue Fuchs oder die kluge Eule – nein es waren meine Ausbilder, die mir den Weg gewiesen haben. Jürgen Janning (Figurentheaterkolleg in Bochum) und die Erzählkünstlerin Jana Raile (Stephansstift in Hannover) haben mir die Bandbreite des Erzählens gezeigt. Das Schöne ist, dass ich täglich Neues lerne und wohl nie damit fertig werde.

Seit 2014 allerdings „verdiene“ ich meine ersten Sporen und jetzt im Sommer 2017 habe ich es geschafft! Ab jetzt arbeite ich nur noch als Erzählerin – und ich freue mich auf Sie als Zuhörer oder Zuhörerin.